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Internationaler Geldtransfer: Arbeitsmigranten und Studenten als Zielgruppe

Wer bisher Geld von Deutschland und Europa aus in das Ausland transferieren wollte, musste mit hohen Gebühren rechnen, die Überweisungen teilweise absolut unrentabel machten. Aber gerade die wachsende Zielgruppe der Arbeitsmigranten und Auslandsstudenten ist auf die regelmäßigen Zahlungen in das Heimatland und zurück angewiesen. Ein in Großbritannien ansässige Startup ändert die Spielregeln und macht internationalen Geldtransfer wieder attraktiv.

Geld versenden aus unterschiedlichen Gründen

Jeder Bürger transferiert nahezu täglich kleinere und größere Geldbeträge im Inland oder quer durch Europa. Dank vereinheitlichter Euro-Währung und günstigen Konditionen fallen hierbei meist nur geringe Gebühren an. Ganz anders kann dies aussehen, wenn internationale Transferaktionen getätigt werden. Doch wer nutzt die, bisher teuren, Transfermodelle? Anfang 2014 errechnete das britische Overseas Development Institut, dass allein Überweisungen, die Verwandte zu ihren Familien auf den afrikanischen Kontinent schicken, im Jahr 1,8 Milliarden US-Dollar Gebühren kosten. Dieses Geld verbleibt bei den Unternehmen, welche die Transferleistung anbieten, Geldinstituten und speziellen Finanzdienstleistern. Nicht nur ist dieser Betrag für die Überweisenden und Empfänger komplett verloren, er wurde auch umsonst in Europa erarbeitet. Auch Studenten, die auf die Transferleistungen angewiesen sind, tappen in die Kostenfalle.

Neue Unternehmen packen das Problem an der Wurzel

Warum Kunden von Finanzinstituten trotz der hohen Gebühren, die vor allem durch den gewählten Wechselkurs der Institute zustande kamen, in den letzten Jahren auf die teuren Überweisungen angewiesen waren, erklärte sich vor allen Dingen durch die geringe Konkurrenz am Markt. Diesen Vorteil hat das Londoner Startup erkannt und die Mängel im Transfersystem zugunsten des sozialen Faktors behoben. Bis zu 90% billiger ist eine Überweisung über den Onlinedienst Azimo. Am konkreten Beispiel bedeutet dies, dass zum Beispiel für eine Überweisung von 200 Euro von Deutschland nach Nigeria bei Azimo nur 2,99 Euro Gebühren anfallen. Bisher waren es 9,99 Euro bei der Konkurrenz. Dazu wird ein besonders fairer Wechselkurs zum Umtausch herangezogen. Die Überweisung online oder per Mobile App dauert in der Regel wenige Sekunden und kann innerhalb von maximal 24 Stunden und weltweit in 198 Ländern und bei 270.000 Empfangsstellen direkt ausgezahlt, oder bequem auf Girokonten überwiesen werden.

Geldtransfer mit sozialem Charakter

Wer heute mit Geldtransfer Geschäfte macht, stößt also schnell an die Grenzen dessen, was Kunden bereit sind, für die Dienstleistung zu zahlen. Während das alte Transfermodell noch mit hohen Gebühren auskam, haben die Kunden nun die Wahl zwischen dem Anbieter, der ihr Geld zu großen Teilen weiterleitet und dem althergebrachten Unternehmen, das bis zu 5% von den überwiesenen Beträgen einbehält. Arbeitsmigranten, die darauf angewiesen sind, ihre Familien im Ausland zu versorgen, werden sich für die günstigere Transaktion entscheiden, Unternehmen die höhere Beträge transferieren eventuell für den Big Player am Markt. Investoren haben bereits jetzt Millionenbeträge in das junge Startup fließen lassen, in der Hoffnung, dass es sich zum global agierenden Großunternehmen entwickelt. Dabei spielt auch der sozial nachhaltige Faktor eine Rolle. Azimo engagiert sich mit hohen Beträgen für verschiedene Armuts-Charities und wirbt mit Diversität und Kundennähe durch Internationalität.

Die Zukunft des Geldtransfers

Es stellt sich für viele Unternehmer und Investoren nun die Frage, ob Geldtransfer als Geschäftsfeld sich in Zukunft noch lohnen wird. Die klare Antwort lautet – Ja, wenn globale Belange und soziale Probleme einkalkuliert werden. Der Student oder Praktikant, der in Europa auf die Transaktionen angewiesen ist, wird sich stets für den Dienstleister entscheiden, der ihm einfache, sichere und billige Onlinetransaktionen anbietet, die in unter 24 Stunden gebucht sind. Der Markt bietet hier noch gute Chancen, sich mit einem sozialverträglichen Konzept zu etablieren.

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