Ruch Finanzberatung

Gesellschaft für private Finanzplanung

12. Januar 2018
von Wolfgang Ruch
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Wie sicher ist mein Geld? Teil 2

Zum Glück gibt es die Einlagensicherungssysteme für Spareinlagen. Diese musste seit Gründung 1966 bereits über 30x einspringen und den Kunden ihre Einlagen erstatten. Bisher handelte es sich immer um kleinere Banken. Ob diese Einrichtung die Insolvenz einer großen Bank, wie der Deutschen Bank, überleben würde, steht in den Sternen. Wahrscheinlich ist deshalb auch der Staat im Jahr 2008 bei der Commerzbank mit mehreren Mrd. Euro eingestiegen.

Welche Einlagensicherung greift denn nun?

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6. Januar 2018
von Wolfgang Ruch
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Wie sicher ist mein Geld? Teil 1

Regelmäßig erreichen mich Anfragen zur Sicherheit der Geldanlagen. Daher fasse ich hier einmal dieses Thema zusammen:

Grundsätzlich ist zwischen Investmentfonds und Spareinlagen (Tages-, Festgeld und Sparbücher) zu unterscheiden:

Investmentfonds: Egal ob Aktienfonds, Rentenfonds und andere Arten von Investmentfonds, die Sie in ihrem Depot liegen haben. Diese fallen grundsätzlich nicht in die Insolvenzmasse einer Bank, da es sich um Sondervermögen handelt. Die Bank ist nur Verwahrstelle und ist auch nicht für die Wertentwicklung verantwortlich.

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15. Dezember 2017
von Wolfgang Ruch
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Die Zukunft – eine bargeldlose Welt?

Die Finanzminister in der EU überlegen, die Möglichkeit der Bargeldtransaktionen immer weiter zu beschränken. Es spielt ihnen natürlich in die Hände, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr von Nichtbanken in Deutschland aktuell bei ca. 54 Mrd. Euro jährlich liegt.
In der Zeit von 1995 bis 2015 ist die Anzahl der ausgegebenen Kreditkarten um etwa 60% gestiegen, wobei die meisten Kunden Visa (ca. 16,7 Mio. Kunden) und Mastercard (ca. 16,1 Mio. Kunden) nutzen. Glücklicherweise ist der polizeilich gemeldete Kreditkartenbetrug in dieser Zeit auch um ca. 50% gesunken.
Weltweit wird eine Zunahme der digitalen Bezahlvorgänge von jährlich fast 11% erwartet. Diese teilen sich jedoch sehr unterschiedlich auf.
Während in Europa mit einer Steigerung von ca. 6,5% gerechnet wird, sind es vor allem die asiatischen Länder mit Steigerungsraten von über 25% jährlich.
Im Sommer 2016 war ich selber in China und habe mich dort mit dem Thema Zahlungssysteme beschäftigt. So werden dort mit einer Art Messenger (WeChat) Gelder zwischen den Personen über das Handy hin- und hergeschickt oder der Cocktail an der Bar bezahlt. Ganz ohne Zwischenschaltung einer Bank.
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30. November 2017
von Wolfgang Ruch
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Rechtsschutz – Ärger nach den Festtagen

Die Auxilia Versicherung, ein reiner Rechtsschutzversicherer, informiert regelmäßig über verschiedene Rechtsschutzfälle aus der Praxis. Kürzlich erhielt ich folgendes Beispiel:

Hans-Peter T. möchte dieses Mal zu Weihnachten alles richtig machen. In den letzten Jahren hat er für seine geliebte Luise nie ein vernünftiges und schönes Weihnachtsgeschenk bekommen. Immer ist er erst auf den letzten Drücker losgezogen und hat dann das falsche Geschenk erwischt. Luise hat zwar nie etwas gesagt, aber glücklich sah sie auch nicht aus. Deshalb soll dieses Jahr alles anders werden, Luise wird strahlen!

Schon im November geht Hans-Peter T. in das Juweliergeschäft von Jens G. und sucht nach einem wunderschönen Ensemble aus Gold mit echten großen Edelsteinen. Ein Collier, Ohrringe, ein Ring und ein Armreif sollen es sein. Jens G. wittert ein gutes Geschäft: Er könnte da etwas Individuelles anfertigen. Hans-Peter T. ist von dem Entwurf sehr angetan – vom Preis allerdings weniger: über 10.000,- €! Aber es soll etwas Besonderes sein, seine Luise ist ihm das ganz und gar wert.
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16. November 2017
von Wolfgang Ruch
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Berufsunfähigkeitsversicherung ist keine Dienstunfähigkeitsversicherung

Manche Wahrheiten sind eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen.

Auch wenn man hin und wieder Argumentationsversuchen begegnet, mit denen der ein oder andere Versicherer versucht, ein Defizit in seinem Produktportfolio zu übertünchen, lässt sich der kleine aber wesentliche Unterschied nicht aus der Welt schaffen: Berufsunfähigkeitsversicherung und Dienstunfähigkeitsversicherung haben ähnliche aber eben doch unterschiedliche Leitungsauslöser.

Berufsunfähigkeit liegt laut GDV-Musterbedingungen vor, wenn „die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich auf Dauer ihren zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, nicht mehr zu mindestens 50% ausüben kann und auch keine andere Tätigkeit ausübt, die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.“ (GDV – Allgemeine Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-Versicherung §2 Abs.1)

Dienstunfähigkeit ist im Vergleich dazu laut § 44 Abs. 1 BBG hingegen, ein Beamter, der „wegen seines körperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung seiner Dienstpflichten dauernd unfähig ist.“ Darüber entscheidet gemäß § 47 Abs. 2 BBG die für die Ernennung zuständige Behörde.
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14. November 2017
von Wolfgang Ruch
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Ist „Unfall“ wirklich „Unfall“? – Basiswissen zur Unfallversicherung

„Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben“, lautet ein Zitat von Goethe. Im Hinblick auf die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wird einmal mehr verdeutlicht, wie vergänglich ein Leben ist.

Demnach registrierte die Polizei im vergangenen Jahr etwa zweieinhalb Millionen Verkehrsunfälle mehr als noch im Jahr zuvor. Müdigkeit, technische Mängel, Witterungseinflüsse, Fehlverhalten der Fahrer… Die Gründe für Verkehrsunfälle sind genau so unterschiedlich wie ihre Ausgänge. Demnach sei auch die Zahl der Unfalltoten um 84 Personen gestiegen. 84 Personen zu viel – dennoch zeigt die aktuelle Statistik, dass sich lediglich knapp 5 % aller Unfälle im Straßenverkehr ereignen. Der mit Abstand größte Teil aller Unfälle – fast 70 % – fallen in den Bereich „Haushalt und Freizeit“.

Aus diesen Zahlen lässt sich klar erkennen, wie wichtig eine entsprechende private Unfallversicherung ist. In diesem Punkt liegt bei vielen das Problem:

„Wiese sollte ich zusätzlich eine Unfallversicherung abschließen? Schließlich gibt es doch schon die gesetzliche!“
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8. November 2017
von Wolfgang Ruch
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Schäden durch Tiere/Schädlinge in der Wohngebäudeversicherung

Im Rahmen einer Wohngebäudeversicherung sind in der Regel die üblichen Gefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel (evtl. noch Elementar) abgesichert. Jedoch auch Tiere und Schädlinge können großen Schaden anrichten.

Wenn also z.B. ein Marder oder Waschbär in Ihrem Dach haust und sich unbemerkt an der Dachdämmung zu schaffen macht oder auch Dachziegel verschiebt, können schnell Schäden im fünfstelligen Bereich entstehen. Aber auch Schädlinge wie etwa Schaben können sich in Ihrem Haus einnisten und schnell zur Plage werden.
Folge: Ein Exterminator (sprich Schädlingsbekämpfer) muss her!

Doch wie kann man diese Schäden im Rahmen der Wohngebäudeversicherung absichern?

Wenn es um den Einschluss von Schäden durch Tiere und Schädlinge geht, wird oft an die Erweiterung „unbenannte Gefahren“ gedacht. Doch bei der Betrachtung der dortigen Ausschüsse wird schnell klar, dass Schäden durch Tiere und Schädlinge in der Regel ausgeschlossen sind.
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27. Oktober 2017
von Wolfgang Ruch
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Grundbesitz verpflichtet – Verpflichtungen für Eigenheimbesitzer

Sie haben ein Grundstück mit Haus und genießen den Garten bei tollem Sommerwetter. Leider geht man mit dem Eigentum auch verschiedene Verpflichtungen ein.

Anbei die aktuelle Rechtssprechung für Haus- und Grundbesitzer.

Schäden durch Bäume
Nach einer neusten Entscheidung des OLG Oldenburg (AZ 12 U7/17) kann von Privatleuten verlangt werden, dass sie in angemessenem zeitlichen Abständen eine äußere Sichtprüfung der in ihrem Eigentum stehenden Bäume durchführen müssen. Gemeint ist damit eine Sichtprüfung für einen Laien erkennbarer Probleme, wie beispielsweise abgestorbene Teile, Rindenverletzungen oder sichtbarer Pilzbefall. Nur wenn nach einer solchen Prüfung Probleme erkannt werden, muss ein Baufachmann hinzugezogen werden.
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24. Oktober 2017
von Wolfgang Ruch
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10 Jahre Who Finance – Danke an alle Kunden

Vor 10 Jahren gründete sich ein kleines Start-Up Namens WhoFinance in Berlin. Eine Plattform, auf der Kunden ihren Versicherungs-und Finanzvermittler bewerten können.

Die 10 Jahre sind gefühlt sehr schnell vergangen. Aber 10 Jahre sind insgesamt doch eine lange Zeit – vor allem mit Blick auf das doch recht junge Alter der Digitalindustrie, in der wir uns bewegen.

Und für alle, die sich nicht mehr an 2007 erinnern können:
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14. Oktober 2017
von Wolfgang Ruch
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Wohngebäudeversicherung – Kostenübernahme bei umgestürzten Bäumen

Xavier ist einmal quer durch Deutschland gestürmt und hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Jetzt geht es ans Aufräumen und es stellt sich natürlich die Frage nach der Kostenübernahme durch eine Versicherung, oder ob man diese Kosten alleine tragen muss.

Stürzt ein Baum auf ein Haus und beschädigt es (Voraussetzung Sturm), dann übernimmt jede Wohngebäudeversicherung die Kosten der Instandsetzung des Hauses und die Beseitigung des Baumes aus dem versicherten Ereignis „Sturm“.

Problematisch wird es, wenn ein Baum auf dem Grundstück durch Sturm oder Blitz umfällt und im Garten liegen bleibt, ohne das Haus zu beschädigen. Denn versichert ist das Haus und nicht das Grundstück. Daher fällt hier erst einmal die Leistung aus der Wohngebäudeversicherung aus.
Gute Bedingungswerke haben zusätzlich vereinbart, dass umgestürzte Bäume auf dem Grundstück bis zu einem bestimmten Kostenrahmen mitversichert sind.  – Aber Achtung: Das ist ein Zusatzeinschluss.

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