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Falschgeld – die wichtigsten Tipps zur Erkennung gefälschter Banknoten

Falschgeld - Quelle Bundesverband deutscher BankenSchauen Sie genau hin, wenn Sie an der Supermarktkasse, im Restaurant oder an der Tankstelle einen 20- oder 50-Euro-Schein zurückbekommen. Laut Bundesbank ist die Zahl der gefälschten Banknoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Im 1. Halbjahr 2015 wurden 454 000 Fälschungen aus dem Verkehr gezogen, im gleichen Zeitraum 2014 waren es noch 313 000. Bei 86 % der Fälschungen handelt es sich um 20-€- und 50-€-Banknoten. Trotz allem gilt der Euro als äußerst fälschungssichere Währung. Nicht zuletzt sind die neuen Banknoten aus der Europa-Serie (der neue Zwanziger mit Sichtfenster kommt im Herbst) wegen ihrer Lackierung und ihrer vermehrten Sicherheitsmerkmale besonders schwer nachzumachen.

Aber wie erkenne ich eigentlich Falschgeld? Und was ist zu beachten, wenn ich Falschgeld in die Finger bekomme?

Am besten, man wendet das Prinzip „Sehen, Fühlen, Kippen“ an. Bekommt man einen Euro-Schein als Wechselgeld, sollte man ihn sich genau ansehen. Fälscher konzentrieren sich meist auf ein oder zwei Sicherheitsmerkmale. Deshalb macht es Sinn, mehrere Merkmale zu überprüfen. Im Gegenlicht sollte das Wasserzeichen zu sehen sein. Dies ist beim neuen Zehner, ebenso wie beim neuen Fünfer das Portrait der mythologischen Gestalt Europa. Beim „Fühlen“ kann man sich z.B. auf das Relief der EZB-Abkürzungen konzentrieren, sie sind leicht erhaben (bei der neuen Serie sind es neun, bei der alten Serie fünf Abkürzungen). Schließlich sollte man feststellen, ob das Hologramm vorhanden ist, wenn man den Schein kippt. Auch dort taucht das Antlitz der Europa neben der Wertzahl und dem charakteristischen Bauwerk auf. Die neuen Scheine haben eine Smaragdzahl auf der Vorderseite. Beim „Kippen“ wandert ein Lichtstreifen darüber, sie verändert ihre Farbe, je nach Blickwinkel, von smaragdgrün nach tiefblau.

Wer sich unsicher ist, ob eine Banknote echt oder gefälscht ist, sollte diese direkt mit einem Geldschein vergleichen, von dem mit Sicherheit feststeht, dass er echt ist. Zur Not fragen Sie bei ihrer Hausbank nach. Erhärtet sich der Fälschungsverdacht, muss man umgehend die Polizei verständigen. Auf keinen Fall darf das Falschgeld weitergegeben werden. Wer dies tut, macht sich strafbar. Wichtig: Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Ich wünsche immer die richtigen Scheine im Portemonnaie!
Ihr
Wolfgang Ruch

Hinweis: Ich danke dem Bundesverband Deutscher Banken für die Erlaubnis, diesen Beitrag und das Bild zu nutzen.

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