Ruch Finanzberatung

Gesellschaft für private Finanzplanung

Hausrat – Die geheimen Markierungen der Gauner und Hausierer

GaunerzinkenVorsicht! Mit wenigen Linien und Kreisen hinterlassen Kriminelle Hinweise, um Informationen über die Bewohner und deren Lebensumstände auszutauschen. Diese fallen kaum auf: kleine Markierungen an Hauswänden, Türen, bei Gegensprechanlagen, Briefkästen oder an Zäunen.

Gemeint sind sogenannte Gaunerzinken, die von manchen Einbrechern gezeichnet und gedeutet werden. Nicht nur Kriminelle machen sich die Zeichensprache zunutze: Selbst einige Bettler, Vertreter von religiösen Gruppierungen, Vertreter und Prospekt-Verteiler hinterlassen sich gegenseitig Zeichen. Ein modernes Phänomen ist das sogenannte „War Chalking“. Hier wird mit Kreide an ein Haus gezeichnet, dass es z.B. einen ungeschützten WLAN-Zugang (eine drahtlose Funkverbindung zum Internet) in Reichweite gibt, der angezapft werden kann.

Am besten ist es, derartige Zeichen zu entfernen bzw. sogar solche Gaunerzinken, die die unliebsamen Gäste abschrecken, hinzuzufügen.
Hier finden Sie die gängigsten Gaunerzinken abgebildet und beschrieben.

Ihren Ursprung haben die Gaunerzinken im „Rotwelschen“, einer Gauner-Geheimsprache, die im zwölften Jahrhundert entstand. Kriminelle nutzten diese Sprache, um sich unerkannt über bevorstehende Taten unterhalten zu können.

Im 16. Jahrhundert entwickelten sich daraus grafische Darstellungen, die an ein Haus angebracht wurden, um anzuzeigen, wann dieses ausgeraubt oder angezündet werden soll. Sie wurden vor allem mit Kreide oder Kohle an die Wände gemalt oder eingeritzt und sind die Grundlage der auch heute noch verwendeten Gaunerzinken.

Die Zeichen können sich auch an Komplizen richten und darüber informieren, welche Gefahren zu erwarten sind, z. B. ob es einen bissigen Hund oder eine Alarmanlage gibt. In Banden kundschaftet beispielsweise zunächst eine Person die Tatgelegenheiten aus und teilt dann Mittätern oder anderen Einbrechern über Markierungen diese Erkenntnisse mit.

Daher, Vorsorge ist besser als Nachsicht. Den finanziellen Schaden übernimmt die Hausratversicherung. Den Ärger und das komische Gefühl, dass Fremde im Haus waren kann man nicht nehmen.

Ihr
Wolfgang Ruch

Hinweis: Diesen Tipp habe ich mir nicht ausgedacht, sondern durfte ich dankenswerter Weise von der Oberösterreichischen Versicherung AG übernehmen.

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